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Bock auf BOCK?!

Wenn die ersten Blätter auf den Bäumen sich verfärben beginnt im Jahreskreislauf der Bierkultur ein neuer Abschnitt: das neue Braujahr und die Bockbierzeit.
Ein jeder Bierfreund ersehnt schon im Sommer die Zeit, wo die frischen Rohstoffe der Ernte dem Brauer bereitstehen, um zu einem ganz besonderen Gerstensaft gebraut zu werden: Dem Bock.


Namensgeber dafür ist die Hansestadt Einbeck, die im 13. Jahrhundert ihr Bier sogar bis nach Italien exportierte. Dieses Bier zeichnete sich durch einen höheren Stammwürzegehalt (d.h. mehr gelöste Stoffe im Wasser) und dem daraus resultierenden Alkoholgehalt aus.

Im 17. Jahrhundert kam ein Einbecker Brauer in das Hofbräuhaus und fortan sprach man vom "Ainpöckisch Bier" in München. Im Laufe der Zeit wurde es in der Mundart zum Pock/ Bock, der aber mit dem männlichen Tier geschichtlich aber nichts zu tun hat. Das Bild des tierischen Bockes stammt von der unterschätzten Wirkung von zu viel konsumiertem  süffigen Bock/Starkbier und dem sprichwörtlich auf die Hörner genommen werden.

Und so sollte man sich an dieser Bierspezialität - vorwiegend im Frühling und Herbst eingebraut - erfreuen.
Daher mein Tipp: Auf Märkten, in Brauereien oder Gaststätten sich die ein oder andere Flasche organisieren, in ein weites, nach oben geöffnetes, Glas oder Biertulpe einschenken und wie Wein degustieren. Wenn die notwendige Erwartungshaltung und etwas Geduld gegeben ist, kann man ein im Geruch beginnendes geschmackliches Feuerwerk erleben.

So wünsche ich viel Freude beim proBIERen.

Prost! Ihr Alchemist

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