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BERICHT: 10. Festival der Biervielfalt und Staatsmeisterschaft!

Was vor mehr als 10 Jahren mit einer Idee begann, hat sich zu einem Fixpunkt im Bierjahreskreis entwickelt. Die Rede ist von der Staatsmeisterschaft der Haus- und Kleinbrauer. Diese Veranstaltung der BierIG, fand heuer am 7. und 8. Juni in St. Peter/Hart bei Braunau statt. Verbunden war diese Veranstaltung mit dem Festival der Biervielfalt, wo einige namhafte Brauereien aus dem In- und Ausland teilnahmen um dem edlen Gerstensaft Tribut zu zollen. Natürlich war auch bierland.at live dabei!


Der derzeitige BierIG Präsident Martin Seidl veranstaltete in Moosbach am Inn schon 2003 die von ihm initiierte „1.Staatsmeisterschaft der Hobbybrauer. Mit 25 Hobbybrauern und 47 eingereichten Bieren hat diese Veranstaltung ihren Anfang genommen. Auf diesen Erfolg hin wurde sie ein Jahr darauf zusammen mit der BierIG (als Bierkonsumentenvereinigung) in Hallein bei Salzburg ausgetragen, wo auch kleingewerbliche Brauereien teilnehmen durften.

Das Ziel war neben dem gegenseitigen Interessens- und Erfahrungsaustausch auch zusehen, wie das selbstgebraute im Vergleich mit Kollegen steht, um mögliche Schwachpunkte ausmerzen zu können. Durch dieses Erfolgskonzept ist ein enormer Anstieg der Bierqualität und Vielfalt in diesen 10 Jahren zu erkennen.

Zum zehnjährigen Jubiläum der Staatsmeisterschaft haben 76! Brauereien mit insgesamt 286 eingereichten Bieren teilgenommen. So viele wie noch nie zuvor. Es war eine große logistische Herausforderung um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Hinter dieser Abwicklung stand Alois Gratzer und BierIG Präsident Stellvertreter Ingo Riemenschneider, die selbst die Staatsmeisterschaft 2010/11 im steirischen Pöllau auf allerhöchstem Niveau ausgerichtet haben. Am Vorabend der Verkostung fand eine Fachverkosterschulung für Bierinteressierte statt, die sehr gut besucht war. Diese Schulung - verbunden mit einem Verkostungstest - war auch die notwendige Qualifikation um am nächsten Tag die Biere bewerten zu dürfen. Unter der Jury fanden sich auch zahlreiche akademische Braumeister sowie Diplombiersommeliers ein. Sie stellten etwa ein Drittel der Fachjury.
Die 286 Biere wurden in 10 verschiedene Kategorien eingeteilt und prämiert. Unter den Kategorien fanden sich neben den Bierklassikern Pils und Bock auch Pale Ales und Stout Biere. Die Preise wurden jeweils an Hobby und kleingewerbliche Brauereien vergeben.

Durch die hohe Qualitätsdichte in den letzten Jahren konnten einige Biere nicht ausreichend gewürdigt werden, da es eben nur je einen Staatsmeister pro Kategorie gab. So entstand die Überlegung eines Qualitätssiegels, welches von der Brauerei als Qualitätsnachweis verwendet werden kann. Daher wurden heuer erstmals auch diese Qualitätssiegel vergeben. Um dieses Siegel zu bekommen und nutzen zu dürfen, müssen 80% der max. möglichen Punkte erreicht werden. Auch in den Teilbewertungen (wie Geruch, Schaum, Rezenz, ….) sind 70% der Punkte erforderlich um das BierIG Qualitätssiegel verliehen zu bekommen. Somit hat der Brauer, wenn auch nicht als Staatsmeister, den Nachweis, ein ausgezeichnetes Bier zu Brauen. Dieses Siegel gilt für ein Jahr und kann marketingtechnisch von der Brauerei genutzt werden. Danach muss ein Vermerk auf das Jahr der Verleihung angebracht werden. Darüber hinaus gilt dieses Siegel auch nicht für die gesamte Brauerei, sondern nur für dieses eine bewertete Bier.

Neben der Staatsmeisterschaft fand auch das Festival der Biervielfalt statt, wo sich jeder Bierinteressierte (ob Brauer, Hobbybrauer oder einfach nur Genießer) durch zahlreiche Spezialitäten der Brauereien durchkosten konnte. Neben österreichischen Brauereien waren auch Kollegen aus Bayern zu Gast um ihre Kreationen zu präsentieren. Zu kosten gab es unter anderem Biere die Schwendl Brauerei, Camba Bavaria und der Paulaner Brauerei, wo der Braumeister(Name?) gleich selbst sein Gebrautes ausschenkte. Bei den österreichischen Brauereien waren zahlreiche mittelständische Brauereien der Region vertreten, welche das Festival großzügig unterstützten um die nötige Infrastruktur zu schaffen.

Es ist sehr schön zu sehen, wenn die verschiedenen Braumeister an einem Tisch bei einem Bier stehen und sich gemeinsam am Gerstensaft erfreuen. Da ist auch kein Neid oder Konkurrenzdenken zu spüren. Es ist natürlich dem Bier und der Vielfalt sehr dienlich, wenn an einem gemeinsamen Strang gezogen wird. So fühlt man sich am Festival wie bei einem großen Familientreffen, wenn man sich teilweise auch nur einmal im Jahr trifft. Auch Zahlreiche Kleinbrauereien aus ganz Österreich waren vertreten. Es konnten gleich einige Biere verkostet werden, die bei der Staatsmeisterschaft einen Preis errungen haben. Wer wissen wollte wie ein selbstgebrautes Hobbybrauerbier mundet konnte auch so manche Spezialität kosten.

Die detaillierte Ergebnisliste der Preisträger ist auf www.bierIg.org nachzulesen.

Es war wieder ein gelungenes Fest, bei dem die Bierkultur hoch gehalten wurde. Bierland.at freut sich schon auf die nächste Staatsmeisterschaft. Eventuell findet sie wieder in Verbindung mit einem Bierfestival statt. Der Termin wird in Kürze bekannt gegeben.

Der Alchemist empfielt:
Der Maibock der Brauerei Schnaitl! Dieser obergärige filtrierte Bierbock mit hohem Weizenmalzanteil ist auch die neueste Kreation von Braumeister Alexander Pöllner und Brau Mattias Schnaitl. Er gilt für die Brauerei als Innovation des Jahres.
Erhältlich unter anderem auf myBier.at.

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